Pitztal
Tirol
Besonderheiten des Pitztals!

Besonderheiten des Pitztals!

wussten Sie schon, dass...

... der älteste Krippenverein der Welt im Pitztal zu finden ist?

Im Jahre 1860 gründeten 38 Krippenfreunde im Pitztaler Ort Wenns den „Weihnachtskrippe-Gesellschaftsverein Wenns“, der - nach bisherigem Wissensstand - nachweislich als der älteste Krippenverein der Welt gilt. Im Jahre 2010 feierte er – inzwischen auf 160 Mitglieder gewachsen - sein 150-jähriges Jubiläum. Seit der Vereinsgründung wurden im vorderen Pitztal mehr als 350 Wenner Krippen aller Stilrichtungen handgefertigt.

... der Pitztaler Gletscher mit 3.440 Metern Tirols höchster Gletscher ist?

... im Hochzeigergebiet die Milch mit einer Pipeline ins Tal befördert wird?

Auf der Tanzalpe auf 2.000 Metern Höhe im Wander- und Ski-gebiet Hochzeiger haben sich die Bauern perfekt an die natürlichen Begebenheiten angepasst und etwas ganz Besonderes geschaffen: Eine drei Kilometer lange Milchpipeline transportiert von Mitte Juni bis Mitte September täglich ca. 800 Liter Milch von der Alm ins Tal.

... es im gesamten Pitztal über 60 Wasserfälle gibt?

... die größte Steinbock-Population der Alpen im Pitztal zu Hause ist?

Mit über 1.000 Exemplaren lebt hier inzwischen ein Viertel der gesam-ten Steinbock-Population Österreichs. Das war aber nicht immer so: Dank eines verhängnisvollen Aberglaubens, der das Tier zum Allheilmittel machte, indem er fast jedem Körperteil der Wildziegenart eine geheimnisvolle Heilkraft zuschrieb, war der Steinbock zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahezu ausgerottet. Erst seit dem Jahre 1953 konnte das edle Tier in Österreich wieder erfolgreich eingebür-gert werden.

... das Pitztal einen „schiefen Turm“ besitzt?

Im Jahre 1233 wurde Wenns erstmals als eigene Pfarrei genannt. Das Gotteshaus selbst wurde nach einem Brand im Jahre 1564 im Jahre 1612/13 wiederhergestellt. Aus dieser Zeit stammt auch der Kirchturm oder der heutige „schiefe Turm“ vom Pitztal. Ein-drucksvoll mit spitzbogigen Schallfenstern und einem Giebelspitzhelm gestaltet, beträgt die Schieflage des 64 Meter hohen gotischen Turmes der Pfarrkirche Wenns inzwischen einen Meter.

... mit dem Stamserhaus das älteste Bauernhaus Tirols im Pitztal steht?

Laut neuesten Erkenntnissen der Universität Innsbruck steht mit dem Stamserhaus in Wenns das älteste Bauernhaus Tirols im Pitztal. Heute ist das neu restaurierte und 700 Jahre alte Stamserhaus ein Museum. Hier zeigt der Krippenverein Wenns – der älteste Krippenverein der Welt – zusammen mit dem Museumsverein, eine ständig wechselnde Krippenausstellung mit über 40 Krippen unterschiedlichster Stilrichtungen allen Alters. Weitere Highlights sind hand-geschnitzte Fasnachtsmasken und Fasnachtsbräuche. Auch Originalstiche von Georg Matthäus Vischer (*1628 Wenns, + 1696 Linz), einem der bedeutendsten österreichischen Karto- und Topographen und die geschichtsträchtige alte Wen-ner Schützenfahne sind hier zu bewundern.

... der höchste Berg Tirols, die 3.777 Meter hohe Wildspitze mit ihren West- und Nordflanken den Talschluss des Pitztals bildet?

... im Pitztal das höchstgelegene Maisanbaugebiet Nordtirols liegt?

Unterhalb von Jerzens erstreckt sich in sonniger und windgeschützter Lage das höchstgelegene Maisanbaugebiet Nordtirols. ... die höchste Seilbahn Österreichs auf den Pitztaler Gletscher führt? Die Pitz-Panoramabahn bringt Wanderer bequem auf den mit 3.440 Metern höchsten seilbahntechnisch erschlossenen Punkt Österreichs. Im Herbst 2012 wird sie durch die neue Wildspitzbahn, eine 8er Einseilumlaufbahn ersetzt, die an der Gondel-Bergstation das höchste Cafe Österreichs beheimaten wird.

... Europas höchste Konditorei seit 28 Jahren auf dem Pitztaler Gletscher steht?

Konditormeister Norbert Santeler hat einen außergewöhn-lich spannenden Arbeitsplatz: Er führt in 2.480 Metern Höhe die höchste Kondito-rei Europas mitten im Pitztaler Gletscherskigebiet und versorgt seine Gäste mit selbstgebackenen Köstlichkeiten. Dazu werden hier täglich bis zu 300 Eier ver-arbeitet. Im Jahr gehen hier vier Tonnen Kaiserschmarren über die Tresen. Hoch oben im Ewigen Eis ist bei der Arbeit in der Konditorei jedoch nicht alles „Zucker schlecken“: So kann es hier mit einem durch die Höhe veränderten Siedepunkt schon mal bis zu 45 Minuten dauern, bis das Wasser zum Kochen kommt. Auch die Wetterlage ist entscheidend für den Backvorgang, denn die Druckverhältnis-se wirken sich stark auf das „Aufgehen“ und somit Gelingen von Biskuit und He-feteig aus.

... im Pitztal Erdpyramiden zu finden sind?

Die Erdpyramiden im Waldertal zwischen Roppen und Arzl im Pitztal sind wahre Naturwunder. Die bizarren Türme mit Steinhut sind in Nordtirol nur noch bei Serfaus und unterhalb der Europabrücke zu finden.

... mit der „Benni Raich Brücke“ Europas höchste Fußgänger Hängebrücke mit Bungy Jumping Vorrichtung im Pitztal steht?

Die imposante Hängebrücke am Eingang des Tales führt in einer Höhe von 94 Metern, mit 1,5 Metern Breite und einer Spannweite von 135 Metern über die wildromantische Pitzenklamm. Wer will kann hier am Bungyseil gesichert kopf-über einen Sprung in die Tiefe wagen. Ursprünglich wurde die Fußgängerbrücke
erbaut, um die Abwasserentsorgung der drei Arzler Fraktionen Wald, Leins und Ried zu gewährleisten. So führen an der Unterseite der „Pitzenklammbrücke“, wie die Brücke einst hieß, der Abwasserkanal und ein Postkabel entlang.

... das freskengeschmückte "Platzhaus" in Wenns ein ein-drucksvoller Zeuge der einstigen richterlichen Sonderstellung von Wenns ist?

Das durch seine reiche Renaissancebemalung auffällige dreigeschossige "Platzhaus" erhielt seine bauliche Gestalt im Jahre 1550 und diente als Gerichtsgebäude. Zwei Seiten des Hauses sind mit wunderschönen Fresken bemalt. Zu sehen sind Themen aus dem Alten Testament sowie Wap-penschilder der Grafengeschlechter Habsburg und Hirschberg. Interessant: Ein aufgehängter Stiefel und das gemalte, angebundene Pferd an der Wand weisen auf eine spätere Funktion als Gasthof hin. Zu besichtigen ist das wohl schönste Haus im Pitztal heute nur von außen.

Informationen und Texte vom TVB Pitztal